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Chest Pain Unit

HAND AUF´S HERZ!

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Diese Einheit wurde im Juli 2008 gegründet, um Patienten mit akut aufgetretenen Brustschmerzen (englisch: „chest pain“) eine schnelle und umfangreiche Diagnostik zugänglich zu machen, um die Ursache dieser Beschwerden, wie zum Beispiel einen akuten Herzinfarkt so schnell wie möglich zu erkennen und zielgerecht zu behandeln.

Rund um die Uhr an 7 Tagen die Woche steht qualifiziertes Fachpersonal sowie eine technisch auf dem neuesten Stand

befindliche Ausstattung für Patienten bereit.
Räumlich ist die Chest Pain Unit der zentralen Notaufnahme angegliedert

Durch enge Kooperationen mit den anderen Fachabteilungen des Hauses stehen vielfältige Diagnose- und Behandlungsteams zur Verfügung. Dadurch bietet das St-Johannes-Hospital auch Notärzten, niedergelassenen Ärzten und anderen Krankenhäusern der Umgebung die Möglichkeit, bei Notfällen zu beraten und Patienten ggf. aufzunehmen und zu versorgen.
Als eine der ersten Einrichtungen dieser Art erfüllte das St.-Johannes-Hospital im Juni 2009  die strengen Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zur Zertifizierung der Chest Pain Unit.

 

 

WANN SOLLTEN SIE IN DIE CHEST PAIN UNIT KOMMEN?

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Typische Schmerzzonen bei Herzinfarkt

Bei Symptomen, die auf einen akuten Herzinfarkt hindeuten können, wie

  • starke, länger als 5 Minuten anhaltende Schmerzen in der Brust, 
  • Brennen hinter dem Brustbein mit Ausstrahlung in die Arme, den Kiefer, den Rücken oder Oberbauch
  • Engegefühl in der Brust, Angst, Schweißausbrüche, graublasse Hautfarbe
  • eventuell zusätzlich Luftnot, Übelkeit und Erbrechen (bei Frauen oft einziges Symptom)

sollte umgehend der Rettungsdienst (Telefon 112) alarmiert werden !!!!!

Auch wenn die Beschwerden geringer ausgeprägt sind oder nur vorrübergehend auftreten,

sollte im Zweifelsfall eine weitere Abklärung erfolgen.

 

WAS GESCHIEHT IN EINER CHEST PAIN UNIT?

Jeder Patient der Chest Pain Unit ist ein Notfall, der schnellstmögliche Diagnostik und Therapie erhält.

Patienten, die mit dem Rettungsdienst zu uns kommen, werden direkt in die zentrale Notaufnahme gebracht. Falls sie zu Fuß oder mit dem PKW zu uns kommen, wird Ihnen durch die Mitarbeiter an der Pforte oder die Hostessen in der Eingangshalle der Weg zu uns gewiesen.

Nach Ihrer Ankunft wird schnell ein EKG geschrieben, es erfolgt eine Blutentnahme mit Anlage einer Verweilkanüle und es erfolgt eine Untersuchung durch den Arzt. Meist wird sofort ein Ultraschall des Herzens durchgeführt. Während dem Aufenthalt in der Chest Pain Unit werden mit Hilfe eines Monitors kontinuierlich das EKG, der Blutdruck und der Sauerstoffgehalt im Blut überwacht.                                          

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Anschließend erfolgt nach genau festgelegten Behandlungspfaden die Einteilung in verschiedene  Kategorien:

Im Falle eines im EKG erkennbaren Herzinfarktes wird eine sofortige Herzkatheter-untersuchung veranlasst, die dem Zweck dient, das verschlossene Herzkranzgefäß umgehend wieder zu öffnen, um eine weitere Schädigung des Herzmuskels möglichst zu vermeiden (englisch: „time is muscle“).

Falls im EKG ein Herzinfarkt nicht eindeutig zu erkennen ist, aber die Blutwerte auf eine

Durchblutungsstörung am Herz hinweisen oder weiter Beschwerden bestehen, erfolgt zunächst eine weitere klinische Verlaufsbeobachtung mittels EKG- und Laborkontrollen auf unserer Monitorstation.

Falls ein Herzinfarkt auch im Verlauf ausgeschlossen werden kann, werden weitere Untersuchungen veranlasst, um eine Ursache der Symptomatik zu finden. Bei beschwerdefreien Patienten kann eventuell eine weitere Diagnostik durch den Hausarzt oder den niedergelassenen Spezialisten erfolgen. Die hier erhobenen Befunde werden Ihnen dann zusammen mit einem Kurzarztbrief übergeben.
Somit werden Doppeluntersuchungen bei weiteren anschließenden Arztkonsultationen, Hausarzt oder Kardiologe, vermieden.

 

Ihr CPU Team

St.- Johannes- Hospital • Klinik für Innere Medizin I